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Wendake

Schönes Spiel mit tollem Material und gelungenem Thema, origineller Aktionswahl und interessantem Siegpunktmechajnismus.
10.Juni.2018 - Lesezeit: 4 Minuten
Wendake

Das am Montag getestete Wendake ist ein eher interaktives Eurogame, bei dem man versucht, den stärksten Indianerstamm im Gebiet der großen Seen zu entwickeln. Jeder Stamm benötigt zur Ausbreitung Ressourcen, wie Bohnen, Mais, Kürbis, Fische, Biber und Leder. Weiterhin wird gehandelt, Rituale müssen durchgeführt werden um Verletzte zu heilen und der Stamm entwickelt sich durch Fortschritte weiter. Krieger vertreiben andere Arbeiter oder Krieger aus den einzelnen Gebieten um Mehrheiten in diesen Gebieten zu haben und um Ressourcen zu erhalten. Das Indianer-Thema wird stimmig umgesetzt, die Aktionen passen gut dazu. Durch den begrenzten Raum gibt es zwangsläufig Konflikte mit den Mitspielern. 

Detailliertere Beschreibung der Spielmechanik:

Wendake kombiniert verschiedene bekannte Spielmechanismen, wie Worker-Placement, Area-Control, Sammlung von Sets und ein wenig Eroberung. Das Herzstück des Spiels ist das 3 x 3 Aktionstableau. Zu Beginn gibt es auf jedem Feld ein Aktionsplättchen mit einer genretypischen Aktion wie Ernten von Gemüse, Jagen von Bibern, Fischen, Bewegen oder Verarbeiten von Bibern zu Leder.  Aus diesen kann man für jede der sieben Runden drei auswählen. Allerdings ist die Auswahl beschränkt, da die drei Aktionsmarker eine Reihe bilden müssen. Aus dem Bild habe ich bereits zwei gelbe Marker in die obere Reihe gesetzt. Zum Ernten und Jagen muss ich zusätzlich die entsprechenden Arbeiter auf den Ressourcenfeldern in den Gebieten eingesetzt haben. Beim Bewegen kann man gegnerischen Arbeiter aus dem Gebiet, das man betreten hat, in Langhaus zurückschicken. Stößt man jedoch auf einen gegnerischen Krieger müssen beide zurück ins Langhaus. 
Am Ende jeder Runde werden die verwendeten Aktionsplättchen auf die Ritualaktion umgedreht. Zusätzlich werden alle Plättchen nach unten geschoben und man kann eines der unteren drei Plättchen durch ein verbessertes Plättchen aus der Auslage ersetzen. Das verbesserte Plättchen wird zusammen mit den zwei alten zufällig in die erste Reihe gelegt. Im Bild sieht man links oben eine Aktionsplättchen mit den drei Aktionen Handeln, Biber in Leder umwandeln und einmal bewegen.

Gewonnen hat natürlich am Ende der Spieler mit den meisten Siegpunkten. Diese kann man in vier Bereichen erhalten Wirtschaft, Ritual, Maskenzeremonie und Kampf. Jeder Bereich hat eine eigene Punkteleiste. Dabei werden immer zwei zufälligen Leisten miteinander zu einem Paar verbunden. Am Ende erhält man dann die Punkte der niedrigeren Leiste des Paares. Das bedeutet, das man sich nicht auf einen Bereich konzentrieren kann, sondern in allen Bereichen aktiv sein muss. Auf der Wirtschaftsleistekommt man voran, wenn man Handel treibt, Ressourcen gegen Punkte tauscht oder Fortschrittskarten kauft. Wenn man die Ritualaktion durchführt, erhält kann man zwei Figuren aus dem Langhaus in die Heimatregion setzen, danach erhält man Ritualpunkte für die aktuell kleinsten Anzahl an Jägern, Frauen oder Krieger im eigenen Heimatgebiet. Maskenpunkte erhält man für gesammelte Maskenkarten, hier steht mein gelber Marker noch ganz hinten. Kampfpunkte erhält man für die Mehrheit in jedem Gebiet.

Meine Meinung zum Spiel

Wendake macht vieles richtig: Das Thema wird gut umgesetzt, es gibt einen gelungenen Aktionsmechanismus und durch die gekoppelten Siegpunktleisten muss man versuchen überall Fortschritte zu machen und kann sich nicht auf einzelne Bereiche konzentrieren. Durch die Auslagen der Fortschrittsplättchen und der verbesserten Aktionen erhält das Spiel eine gewisse Variabilität, aber zusammen mit den Maskenkarten auch ein nicht kleines Glückselement, was manche stören könnte. Weiterhin wirken einige Plättchen ein wenig unbalanciert. Gerade im ersten Spiel habe ich Fortschritte erworben, die ich danach kaum einsetzen konnte. Zudem hat das Spiel eher wenig Interaktion und Kommunikation, wie es typisch für Eurogames ist. Durch die erweiterten Aktionen werden die Zügen im Verlauf des Spiels immer länger, was den Eindruck der hohen Downtime verstärkt. Der Spieltisch sollte übrigens Platz bieten, auch der Aufbau dauert etwas.

Also das Spiel werde ich bestimmt nicht kaufen, aber weitere Partien würde ich jederzeit spielen.

Willkommen

Hallo, ich bin Lars. Willkommen zu meinem Blog. Hier schreibe ich über Brettspiele, die ich ausprobiert habe und über das Kochen gerne auch draußen. Dazu rezensiere ich gelegentlich Kochbücher.

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