Kochen und Spielen

Willkommen

Altiplano

Altiplano ist ein "Bag-building"-Spiel. Man beginnt mit wenigen Basis-Plättchen und erwirbt später welche dazu. Hier eine kurze Spielkritik.
13.April.2018 - Lesezeit: 4 Minuten
Altiplano

Am Montag haben wir im Brettspielclub Altiplano getestet. Altiplano ist ein "Bag-building"-Spiel. Man beginnt mit wenigen Basis-Plättchen und kann im Spiel weitere hinzu bekommen. Dies ist ähnlich wie ein Deckbuilding-Spiel, nur mit verschiedenen Plättchen, wie Nahrung, Fische, Alpaka, Wolle..., die in einen Beutel kommen. Zu Beginn jeder Runde zieht man vier Plättchen (später mehr) aus dem Beutel und kann diese für Aktionen nutzen. Nach dem Einsatz kommen sie in eine Kiste, die als Ablagestapel dient. Wenn der Beutel leer ist, werden alle eigenen Plättchen aus der Kiste in den Beutel zurückgelegt. Zu Beginn hat man wenig Plättchen im Beutel, doch im Verlauf des Spiels bekommt man für bestimmte Aktionen welche hinzu.

Auf dem Spielertableau gibt Basisaktionen. Viele Aktionen sind ähnlich: Tausche ein oder zwei Plättchen gegen ein neues und lege alle in die Ablagekiste. Um eine Aktion durchzuführen, müssen die richtigen Plättchen auf den zugehörigen Feldern liegen. Zusätzlich ist jede Aktion einem von sieben Orten zugeordnet. Damit man diese Aktion nutzen kann, muss auch die eigene Spielfigur am richtigen Ort stehen. Da die Orte unterschiedliche Aktionen erlauben, sollte man sich häufig bewegen, um alle seine Plättchen zu nutzen. Eine Bewegung, mit der man jedes andere Feld erreichen kann, ist pro Runde erlaubt, weitere kosten Nahrungsplättchen. Auf dem Markt kann man beispielsweise Plättchen gegen Geld tauschen und sich mit einer weiteren Aktion dafür Ausbauten kaufen, die neue Aktionen erlauben. Einige Plättchensorten kann man nur mit Sonderaktionen von Ausbauten bekommen, so habe ich z. B. im ganzen ersten Spiel keinen Fisch besessen.

Für Aktionen nützliche Plätzchen geben dabei am Ende wenig Siegpunkte, andere Plättchen geben dagegen viele Punkte, sind aber nur Ballast im Beutel, da sie keine Aktionen erlauben. Deshalb kann man diese Plättchen mit einer Aktion in ein Lager verschieben. Mein gefülltes Lager sieht man mittig im Bild, rechts davon ein Ausschnitt des Tableaus. Neben dem Lager liegen die Ausbauten und die Rollenkarte, die als eigene Aktion erlaubt, eine Nahrung gegen ein Alpaka zu tauschen. Außerdem gibt es im Spiel noch weitere Möglichkeiten, wie Häuser, Schiffe oder Aufträge, die den eigenen Punktestand erhöhen. 

Das Spiel läuft in vier Phasen:

  1. Ziehen der Plättchen. Diese kommen auf die Planungsfelder auf dem eigenen Tableau.
  2. Danach planen alle gleichzeitig ihre Aktionen, indem sie ihre Plättchen auf die Aktionsfelder des Tableaus und der Erweiterungen legen. Verschiedene Aktionsfelder benötigen unterschiedliche Plättchen oder Plättchenkombinationen.
  3. Reihum führen alle Spieler je eine Aktion aus, bis alle passen.
  4. Vorbereiten der neuen Runde: Ein neuer Ausbau wird bereit gelegt, der Startspieler wechselt.

Meine Meinung zum Spiel

Altiplano ist ein echtes Mangelspiel, da man sich in den Aktionen beschränken muss und selten alles machen kann, was man machen möchte, weil einem z. B. die Nahrung für die Bewegung zum nächsten Ort fehlt. Das Material ist schön und stimmig gestaltet. Das Spiel bietet zwar wenig Interaktion zwischen den Spieler, aber dafür gibt es viele Möglichkeiten für Aktionen und verschieden Strategien und dadurch einen hohen Wiederspielwert. Im ersten Testspiel war mir die Strategie zu Beginn noch wenig klar, ich habe mehr auf Möglichkeiten reagiert und Züge optimiert. Dieses war im zweiten Spiel deutlich besser, hier konnte ich die Möglichkeiten besser einschätzen und die Aktion gezielter einsetzen, um später davon zu profitieren. Allerdings muss man sagen, dass das Spiel gerade zu Beginn keine Fehler verzeiht, da man diese später schwer ausgleichen kann. 

In späteren Spielen kann durch die Rollenauswahl zu Beginn des Spiels die Strategie gezielt beeinflusst werden. Wir haben zu dritt gespielt, das war eine gute Größe. Mit fünf Spielern gibt es, glaube ich, eine höhere Downtime, vorallem bei Spielern, die lange planen bzw. lange für ihre Aktionen brauchen. Insgesamt ist es ein gelungenes Kennerspiel. Wenn nur der Schrank nicht so voll wäre...

 

Willkommen

Hallo, ich bin Lars. Willkommen zu meinem Blog. Hier schreibe ich über Brettspiele, die ich ausprobiert habe und über das Kochen gerne auch draußen. Dazu rezensiere ich gelegentlich Kochbücher.

Neue Posts

Größere Umbau im Garten: Endlich haben wir ein Gewächshaus

Größere Umbau im Garten: Endlich haben wir ein Gewächshaus

16.Mai.2021

Wir haben uns einen Traum erfüllt und uns ein englisches Glashaus in den Garten geholt.


Garten-Tagebuch KW15

8.April.2020

Rückblick und das Bild der Woche


Garten-Tagebuch KW14

31.März.2020

Rückblick und das Bild der Woche


Garten-Tagebuch KW 13

24.März.2020


Grundlagen zum Umgang mit Sauerteig - Sauerteigbrot mit Haferschrot

Grundlagen zum Umgang mit Sauerteig - Sauerteigbrot mit Haferschrot

15.März.2020

Das Rezept für eine Sauerteigbrot mit Hafer.